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01805-Nummern:Teurer Spaß trotz Telefonflatrate

Die Telefongebühren sind seit Jahrenim Sinkflug, nur bei 01805-Rufnummern haben die Anbieter die Preise saftig erhöht. Damit ist ein Anruf beim Versandhaus oder Handwerker häufig teurer als nach Rio de Janeiro oder Bangkok, berichtet das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 3/07.

Zu Beginn des Jahres stiegen die Gebühren für 01805- Rufnummern um satte 16,6 Prozent und kosten damit aus dem Festnetz 14 Cent pro Minute. Das hat zur Folge, dass inzwischen sogar Handys aus dem Festnetz günstiger zu erreichen sind als viele große Firmen. Selbst Patienten in Krankenhäusern kann man immer häufiger ausschließlich über 01805-Rufnummern anrufen – vom Handy aus übrigens für 70 Cent pro Minute.

Die hohen Gebühren sind insbesondere für Flatrate-Kunden ärgerlich, sind sie doch in der Pauschale nicht enthalten. Wer also hofft, mit einer Telefonflatrate günstig Kontakt zum Familienmitglied halten zu können, das gerade in einer Kurklinik verweilt, wird verärgert feststellen, dass eben diese Nummern nicht abgedeckt sind. Auch Sparvorwahlen können die Minutenpreise nicht reduzieren.

Nur wer über das Internet die Festnetznummer, die hinter jedem 01805-Anschluss steht, herausfindet, kann darüber einen günstigen Anruf tätigen.

Auch bei anderen Vorwahlen klingelt die Kasse: Einige Service-Hotlines erreicht man über 0900-Nummern. Bis zu 3 Euro pro Minute können die Anbieter verlangen.
Allerdings dürfen sie die Kosten erst nach der Gebührenansage abrechnen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat allerdings herausgefunden, dass rund die Hälfte der Anbieter die gesetzliche Vorschrift nicht ganz genau nehmen und bereits vorher mit der Gebührenzählung beginnen.

Kategorien:Allgemein
  1. Brucker
    23. Mai 2007 um 09:18 | #1

    Da hilft nur den eigenen Anschluss für diese „Service“-Nummer zu sperren und per Mail oder Brief zu kommunizieren – ist allerdings manchmal nervenaufreibend…

  2. 12. Juli 2007 um 17:13 | #2

    Servicenummern haben schon ihre Berechtigung. Überleg doch einfach mal, wie billig viele Dinge geworden sind beispielsweise Flüge oder DSL Angebote. Wo sollen die Firmen da noch was verdienen? Daran mußt Du auch mal denken.

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